Dieses Jahr gibt es doppelten Grund zum Feiern: Die Teilhabe Arbeit & Bildung gGmbH und ihr bekanntestes Angebot, das Café Kurswechsel, werden 15 Jahre alt. Zwei Jubiläen, die untrennbar miteinander verbunden sind – und zeigen, wie lebendig Inklusion in Oldenburg gelebt wird.
Als die Teilhabe Arbeit & Bildung gGmbH im Jahr 2010 gegründet wurde, war die Vision klar: Menschen mit Unterstützungsbedarf berufliche Chancen in Arbeitsumgebungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu eröffnen – mitten in der Stadt, mitten im Leben. Mit der Eröffnung des Café Kurswechsel in der VHS Oldenburg wurde diese Idee zum ersten sichtbaren Ausdruck.
Seitdem ist das Café Kurswechsel zu einem festen Bestandteil des Stadtlebens geworden. Hier arbeiten 15 Menschen mit Unterstützungsbedarf gemeinsam mit Kolleg*innen ohne Beeinträchtigung im Service und in der Küche. Es ist ein Ort, an dem Begegnung, Vielfalt und Lebensfreude täglich spürbar sind – und an dem Gäste ein echtes Stück gelebter Inklusion erleben.
Ein weiterer Ort, an dem diese Idee täglich gelebt wird, ist die Kantine MachBar in der Agentur für Arbeit Oldenburg. Auch hier arbeitet ein inklusives Team, das zeigt, wie gut gemeinsames Arbeiten und Lernen funktionieren kann – mit Herz, Professionalität und viel Leidenschaft für gutes Essen.
Mit dem Bereich aqua kam 2011 ein weiterer wichtiger Schwerpunkt hinzu. Dort finden Reha-Ausbildungen statt – zu Garten- und Landschaftsbauer*innen sowie Metallfeinbearbeiter*innen an den Standorten Patentbusch und Baumschulenweg.
Im Laufe der Jahre haben sich die Angebote der Teilhabe Arbeit & Bildung gGmbH stetig weiterentwickelt und erweitert. Heute gibt es ein breites Spektrum an Bildungs- Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten, die Menschen auf ihrem Weg in Arbeit begleiten – praxisnah, individuell und mit Perspektive. Seit 2019 haben diese Angebote ihren festen Sitz in der Nähe des Oldenburger Bahnhofs an der Taastruper Straße gefunden. Dort werden unter anderem die Unterstützte Beschäftigung, der Berufsbildungsbereich und die begleitete betriebliche Ausbildung umgesetzt. Ziel ist immer, Menschen gezielt auf ihrem Weg in eine Arbeitsumgebung des allgemeinen Arbeitsmarktes zu unterstützen und ihre berufliche Teilhabe zu fördern.
Ein besonderes Highlight im Jubiläumsjahr war der Besuch von Ministerpräsident Olaf Lies, der sich im Sommer im Café Kurswechsel persönlich ein Bild von der Arbeit gemacht hat und die gelebte Inklusion lobte.
Und wie geht’s weiter? Unser Ziel bleibt klar: Inklusion weiterdenken, Bildung und Arbeit verbinden, Menschen stärken, die eigene Wege gehen wollen. Wir wollen neue Orte schaffen, an denen Begegnung und Teilhabe selbstverständlich sind – in der Gastronomie, in der Bildung, in der ganzen Stadt.
Auf die nächsten 15 Jahre! Auf eine Zukunft, die Mut macht – für mehr Chancen, Teilhabe und Miteinander!